Bereits vor dem "Zweiten Weltkrieg" existierte in Kirchheimbolanden eine öffentliche Volksbücherei.

Im Jahr 1948 gründete der Kriegsheimkehrer und Lehrer Hans Ruff aus den Resten dieser Volksbücherei und der sogenannten Casino Bücherei die Stadtbibliothek Kirchheimbolanden. In den folgenden Jahren vagabundierte die Bücherei durch das gesamte Stadtgebiet. Ab 1976 wurde die Bücherei dann für etwa zwanzig Jahre im neu gebauten Rathaus untergebracht.

Der letzte Umzug erfolgte 1996 in das Obergeschoß der ehemaligen Kutschenremise des Residenzschlosses der Fürsten von Nassau-Weilburg. Die Kutschenremise, die bereits 1738 in Dokumenten erwähnt wurde, blieb von Umbau- und Abrissmaßnahmen weitestgehend verschont und ist heute eines der ältesten Teile der noch existierenden Schlossanlage. Sie ist auch Bestandteil der historischen Stadtmauer, die den Innenstadtbereich von Kirchheimbolanden umschließt und wurde im Rahmen der Stadtsanierung in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts grundlegend renoviert.