Auf dem Nachhauseweg hört Pierre Geithner, der Direktor der Pariser Musikhochschule, inmitten des Trubels am Gare du Nord, vertraute Töne. Ein junger Mann spielt auf dem Bahnhofsklavier ohne Noten - jedoch mit größter Perfektion und Hingabe - ein schwieriges Musikstück von Johann Sebastian Bach.

Pierre ist Direktor des Pariser Musik-Konservatoriums und steckt, bedingt durch eine familiäre Tragödie, in einer tiefen Lebenskrise.. Die Schüler seines Fachbereichs haben schon lange keinen Preis mehr gewonnen, das zuständige Ministerium droht mit Etatkürzungen und die Kollegen erwarten bereits seinen Abschied. Doch als Pierre den jungen Künstler am Bahnhofsklavier spielen hört, erwacht in ihm der Kampfgeist. Er setzt es sich zum Ziel, den Klavierspieler an seine Schule zu holen und sucht an jedem der folgenden Abende auf dem Bahnhof nach dem Jungen. Bei einem zweiten Aufeinandertreffen schafft er es, ihm eine Visitenkarte zu aufzudrängen.

Mathieu, so lautet der Name des Klavierspielers, hat keinen Platz auf der Sonnenseite des Lebens ergattert. Er ist der Sohn polnischer Immigranten und lebt mit seiner Mutter und dem jüngeren Bruder in einer der tristen Pariser Vorstädte. Er hat keine Berufsausbildung und trägt seit seinem 16. Lebensjahr mit Gelegenheitsjobs und vereinzelten Diebstählen zum Unterhalt der Familie bei. Sein einziger Lichtblick ist das Klavierspiel. Doch er verheimlicht sein Talent und seine Liebe zur Musik vor seinen kleinkriminellen Freunden, um nicht ausgegrenzt zu werden.

Eines Tages wird er bei einem Wohnungseinbruch verhaftet und Pierre kann sein Glück kaum fassen, als ihn ein Anruf Mathieus erreicht. Durch seine Vermittlung wird Mathieu nicht zu einer Gefängnisstrafe, sondern zu sechs Monaten gemeinnütziger Arbeit im Konservatorium verurteilt. Dass er allerdings nicht nur putzen soll, sondern auch Klavierunterricht nehmen muss, hat Mathieu nicht erwartet.

Und als Pierre ihn auch noch beim Grand Prix d’excellence anmeldet, gerät Mathieus Leben vollends aus den Fugen.

Der junge Mathematiker Joe Haak arbeitet als Datenanalyst bei einer Londoner Investmentbank. Er hat ein Computerprogramm mit Namen „CASSIE“ - kurz für Cassandra - entwickelt, das nicht nur Marktzusammenhänge  und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen erkennen, sondern auch zukünftige Entwicklungen vorhersagen kann.

Als Cassie die Bank in einen scheinbar katastrophalen Handel führt, wird Joe von seinen Kollegen zum Sündenbock auserkoren. Er flüchtet in Panik und landet nach einer ziellosen Autofahrt in dem kleinen Dörfchen St. Piran, irgendwo an der Atlantikküste Cornwalls. Am darauffolgenden Morgen finden ihn einige Dorfbewohner nackt und unterkühlt am Strand und retten ihm das Leben. Zeitgleich wird direkt vor der Küste ein Finnwal gesichtet.

Einen Tag später taucht der Wal wieder auf. Er ist gestrandet, und Joe, der den Wal insgeheim als Lebensretter betrachtet, trommelt eine Rettungsmannschaft zusammen. Gemeinsam schaffen sie es, das riesige Tier wieder in tieferes Wasser und damit in die Freiheit zu bringen.

Damit ist der junge Mann zum Helden der liebenswert skurrilen Dorfbewohner geworden, die ihn freundschaftlich in ihrer Gemeinschaft aufnehmen.

Joe beschließt, fernab seines alten Arbeitgebers, ein neues Leben zu beginnen. Doch aus Neugier loggt er sich nochmals bei Cassie ein. Zu seinem Entsetzen muss er feststellen, dass das Unfassbare eingetreten ist: Cassie sagt eine internationale Katastrophe voraus, die sich nicht allein auf den Finanzmarkt beschränken wird.

Joe setzt alles daran, um die Einwohner St. Pirans vor den Auswirkungen der Katastrophe zu schützen. Nur, wie überlebt man, wenn Medikamente, Nahrungsmittel und Benzin knapp werden, kein Wasser mehr aus dem Wasserhahn und kein Strom mehr aus der Steckdose kommt.

Während die Katastrophe um sich greift, wird St. Piran zur abgeschiedenen Insel und Joe und die Einheimischen müssen um ihr Überleben kämpfen.